Wussten Sie, dass: • Afrika weltweit der zweitgrößte Kontinent ist was die Größe und Bevölkerung betrifft • sich 18 der 20 ärmsten Nationen der Welt in Afrika befinden • die EU der größte Entwicklungshelfer in Afrika ist • die EU Afrikas wichtigster Handelspartner ist • die Hilfe der EU für Afrika um zwei Drittel von rund 17 Millionen € im Jahre 2003 auf rund 25 Millionen € pro Jahr im Jahre 2010 ansteigen wird?
Dieser pädagogische Leitfaden möchte einige jener Hauptthemen herausgreifen, denen sich die EU und andere Entwicklungspartner in Afrika widmen. Im Leitfaden findet man einige Stundenvorschläge und methodische Hinweise sowie eine Präsentation der Themen des Jugendpreises Entwicklungspolitik: Klimaveränderung, Wasser und Energie und Nachhaltiger Tourismus.
Organisation der Unterrichtsstunden Bevor die SchülerInnen mit der Gestaltung des Kunstwerks beginnen können, benötigen sie möglichst viele Informationen über das ausgewählte Thema. Sie müssen die Herausforderungen und die Lösungen verstehen. Die Probleme sind manchmal sehr komplex, doch ein gutes Verständnis ist Voraussetzung, um eine geeignete Botschaft verfassen zu können. • Sammeln Sie Informationen über das Thema und diskutieren Sie darüber in der Klasse. Welche sind die wichtigsten Problembereiche für Ihre SchülerInnen? • Welche Faktoren erzeugen das Problem? Wo beginnt der Teufelskreis? • Wie kann die Situation in Afrika verbessert werden? Wie können Organisationen und Einzelpersonen in Europa helfen? • Welche Nebenerscheinungen könnten bei Ihren Vorschlägen auftreten?
Planung der Beitrags Versuchen Sie ein Kunstwerk zu schaffen, das einfach und klug ist und zur Botschaft passt. Hier sind einige wesentliche Fragen und Probleme. • Was genau möchten Sie hervorheben? Versuchen Sie sich auf Ihr Thema zu konzentrieren und seien Sie nicht übereifrig. • Wie gestalten Sie die graphischen Elemente? • Wählen Sie eher symbolische Bilder oder realistische? • Bewusstseinssteigerung. Was lernt der Betrachter Ihres Kunstwerkes? • Die Botschaft muss sehr kurz sein. Sie muss klar sein und zum graphischen Teil Ihres Beitrags passen. • Seien Sie positiv. Illustrieren Sie nicht nur die Probleme, sondern auch ihre Lösungsmöglichkeiten und stellen Sie bereits erzielte Fortschritte dar. • Versuchen Sie originell zu sein. Wodurch hebt sich Ihr Beitrag von der Masse ab?
Klimaveränderung • Klimaveränderung ist ein globales Problem, das nach schnellen Maßnahmen verlangt. Wir müssen dringend reagieren - ansonsten drohen uns globale Klimakatastrophen. • Klimaveränderung ist hauptsächlich auf die globale Erwärmung - das Ansteigen der Durchschnittstemperatur der Luft und der Ozeane verursacht durch den Menschen - zurückzuführen. • Afrika ist zwar nicht der Hauptverschmutzer, ist jedoch massiv von den Auswirkungen der Klimaveränderung betroffen. Globale Erwärmung intensiviert extreme Wetterbedingungen und verursacht sowohl Desertifikation als auch Überschwemmungen in verschiedensten Gebieten Afrikas. Extreme Wetterbedingungen beeinflussen die landwirtschaftlichen Erträge und erhöhen das Risiko ernsthafter Erkrankungen.
Wasser und Energie • Zugang zu sauberem Wasser ist eine wesentliche Voraussetzung für nachhaltige Lebensbedingungen in Afrika. Sauberes Wasser ist eine wertvolle aber begrenzte Ressource. Das Fehlen von Wasser wirkt sich sowohl negativ auf die Umwelt als auch auf die Gesundheit und das Leben der Menschen aus. Viele afrikanische Länder stehen vor dem Problem des rapiden Bevölkerungswachstums und der Urbanisierung. Der Lebensstil der Menschen ändert sich sehr schnell. Deshalb sind Maßnahmen gefordert, die einen Zugang zu Wasserressourcen für die gesamte Bevölkerung sicherstellen. • Die European Water Initiative (EUWI) wurde im Jahr 2002 beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg aus der Taufe gehoben, um zur Erreichung der Millenniumentwicklungsziele beizutragen. Nationale Wasserpläne sollen den Zugang zu sicheren Wasserressourcen regeln. Zur gleichen Zeit startete die EU die European Energy Initiative (EUEI). Energie spielt eine wesentliche Rolle bei der Ausrottung extremer Armut. Afrika verfügt im Verhältnis zu seiner Bevölkerung über den niedrigsten Zugang zu Energie auf der ganzen Welt. Bis heute müssen viele AfrikanerInnen mit Holz, landwirtschaftlichen Reststoffen und Dung kochen und heizen. Moderne Energiequellen sind nicht nur für das wirtschaftliche Wachstum wichtig. Haushalte, Schulen und Krankenhäuser benötigen Energie, um das Leben für jeden einfacher und sicherer gestalten zu können.
Nachhaltiger Tourismus • Der internationale Tourismus nimmt stetig zu und ist bereits der weltgrößte Industriezweig. • Dem Begriff "nachhaltiger Tourismus" liegt die Idee eines verantwortungsvollen Tourismus zu Grunde: Reisende respektieren und erhalten die Umwelt, die Wirtschaft sowie die speziellen soziokulturellen Eigenheiten der jeweiligen Region. Nachhaltiger Tourismus hat große Auswirkungen auf Afrika. Reisen in ärmere Länder sind meist billiger und unterstützen das Wirtschaftswachstum des Reiselandes. Lokale Betriebe profitieren zum Beispiel von den Touristen, indem sie landestypische Produkte anbieten. • Die Auswirkungen des Tourismus müssen jedoch sorgfältig und realistisch geprüft werden, damit Afrika, seine Kultur und Traditionen keinen Schaden nehmen.
Links DG Entwicklung Europe cares Virtueller Presseraum der europäischen Institutionen: Strategie für Afrika (EN, FR, DE) Die Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen Projektbericht der Millenniumentwicklungsziele 2005
Klimaveränderung EU's Contribution to Shaping A Future Global Climate Change Regime United Nations – DEWA Africa Africa Environment Outlook
Wasser und Energie Europäische Wasserinitiative EU Energieinitiative Energy for a Changing World
Nachhaltiger Tourismus Global Development Research Center United Nations Environment Programme UNWTO-Sustainable Development of Tourism Wikipedia Sustainable Tourism |